Branchengespräch Handel

Kurzbericht vom 26. März 2015

Arbeitskräftebedarf von Unternehmen und öffentlich geförderte Beschäftigte – Matching durch Kooperation

Das erste Branchengespräch in der neuen, von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit geförderten Reihe des bvaa, thematisierte den Wirtschaftszweig Handel und wurde von den Jobcoaching-Trägern sehr gut angenommen. 14 von ihnen nahmen aktiv an der Veranstaltung teil. Aufgrund kurzfristiger Absagen blieb die Zahl der partizipierenden Unternehmen allerdings gering - evtl. bedingt durch die gegenwärtige Erkältungswelle in Berlin.

Dennoch profitierten die Gäste des Branchengesprächs von dem sehr informativen Beitrag von Frau Al-Habash (IHK Berlin): Sie stellte die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Fach- und Arbeitskräftebedarfs im Berliner Handel dar und gab richtungsweisende Impulse, die zur anschließenden lebendigen und konstruktiven Diskussion beitrugen. Im Mittelpunkt standen die titelgebenden Fragen der Veranstaltung: Welchen Personalbedarf haben die Unternehmen im Konkreten? Wie können die Bildungsdienstleister – allen voran: die Jobcoachingträger – die Berliner Handelsfirmen davon überzeugen, die Arbeitsmarktintegration vorqualifizierter Stellenbewerber_innen  proaktiv zu unterstützen? Hierzu benannte z.B. das Biomarken- und Handelsunternehmen dennree sowohl die fachlichen Qualifikationen als auch die sozialen Fähigkeiten nachgefragter Arbeitskräfte und betonte, dass die Passung der Person im ganzheitlichen Sinn für die Personalentscheidung oft ausschlaggebend ist.

Darüber hinaus verdeutlichten Bildungsdienstleister wie Goldnetz gGmbH, das Berlin-Brandenburgisches Bildungswerk oder der Internationale Bund ihr jeweiliges Angebot an die Unternehmen, die unternehmenseigene Personalsuche extern zu unterstützen, z.B. indem sie die Teilnehmenden aus den Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen auch während ihrer Einarbeitungsphase im Unternehmen noch begleiten. Hier traten ihre Vorteile gegenüber kommerziellen Personalvermittlern klar zutage: Sie kennen die Hintergründe der Menschen, die sie vermitteln, im Detail und haben kein kommerzielles Interesse an der Zusammenarbeit - sondern ein gemeinnütziges, zugunsten des Allgemeinwohls.